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Rebe & Traube

Weinreise · Oktober 2026

Montestefano: drei Flaschen Barbaresco und eine Begegnung mit Teobaldo Rivella

Stefan entdeckt Montestefano bei Barbaresco und erinnert sich an eine persönliche Weinprobe bei Rivella Serafino im Oktober 2026.

3 Min. Lesezeit

Schild Montestefano vor einem sonnigen Weinberg in Barbaresco.
Eigenes Reisefoto der bezeichneten Weinbergslage Montestefano.

Reisebericht von Stefan · unterwegs im Oktober 2026

Wenn ich in einem Weinbaugebiet unterwegs bin, möchte ich irgendwann auch zu Fuß los. Reben anschauen, zwischen den Hügeln stehen und herausfinden: Was begeistert mich hier wirklich? In Barbaresco führte mich diese Neugier zu Montestefano.

Der Name hatte für mich als Stefan sofort etwas Persönliches. In meinen gesprochenen Notizen wurde daraus „Monte Stefano“. Die gebräuchliche Bezeichnung der Weinbergslage lautet Montestefano. Und ich wusste ziemlich schnell: Von hier wollte ich einen Barbaresco mitnehmen.

Von einem Namen zur Hoftür

Wir schauten, wer dort Wein machte, und landeten bei Rivella Serafino. Während unserer Suche hatten wir den Eindruck, auf zwei kleine Familienbetriebe gestoßen zu sein. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass die gesamte Lage nur von zwei Familien bewirtschaftet wird. Eine solche Aussage wäre weit größer als das, was wir bei unserem Besuch tatsächlich herausgefunden hatten.

Wir klingelten und versuchten zu erklären, dass wir einen Rotwein von Montestefano kaufen wollten. Teobaldo Rivella und seine Frau kamen zu uns. Eine gemeinsame Sprache hatten wir kaum. Englisch half uns nicht weiter, also nahmen wir das Handy und ChatGPT zum Übersetzen dazu.

Es blieb eine holprige Unterhaltung. Aber sie war freundlich, und irgendwann verstanden wir uns über das, worum es ging: den Wein.

Sechs Flaschen wollten wir – drei bekamen wir

Ich fragte nach sechs Flaschen. Die Antwort lautete: drei. Warum nur drei? Wieder: drei. So erinnere ich das Gespräch, mit seinen kurzen Sätzen und unseren Übersetzungsversuchen.

Bevor wir kauften, sollten wir probieren. Besonders seine Frau fragte immer wieder, ob wir den Wein schon gekostet hätten. Das war keine schnelle Übergabe von Ware. Wir setzten uns hin und nahmen uns Zeit.

Das eigene Flaschenfoto bestätigt Barbaresco DOCG Montestefano 2022, Rivella Serafino di Rivella Teobaldo und 14,5 Volumenprozent. Im Glas war damit nicht nur ein erinnerter Name, sondern ein Wein, den wir nun genau zuordnen können. Für mich war er ein Zauber: konzentriert auf seine Herkunft, mit einem Eindruck, den ich als sehr klar und „rebig“ beschrieb. Das ist eine persönliche Geschmacksbeschreibung, keine technische Analyse und keine Bewertungsskala.

Wer hinter Rivella Serafino steht

Ein Produzentenporträt der Enoteca Regionale del Barbaresco nennt Teobaldo Rivella als Inhaber des Betriebs und beschreibt eine lange Familiengeschichte. Dort wird auch berichtet, dass er seit 1967 selbst abfüllt.

Eine offizielle Website des Betriebs konnten wir bei der Recherche nicht zuverlässig finden. Deshalb dient dieses regionale Produzentenporträt als ergänzende Quelle; es wird nicht als eigene Aussage einer vermeintlichen Weingutswebsite ausgegeben. Der Jahrgang 2022 und die Schreibweise Montestefano sind zusätzlich auf unserem eigenen Flaschenetikett belegt. Ein weiteres Reisefoto zeigt das offizielle Schild zur Lage zwischen den Reben.

Der Wert dieses Besuchs war nicht nur der Wein

Die drei Flaschen kosteten bei unserem Besuch nach meiner Erinnerung jeweils 60 Euro. Das ist ein damaliger persönlicher Einkauf im Oktober 2026, kein aktueller Verkaufspreis und keine Aussage über verfügbare Mengen.

Was ich stärker erinnere als den Preis, ist der Stolz bei der Übergabe. Für mich wirkte Teobaldo wie jemand, der genau weiß, was er macht und was er in der Flasche hat. Nach dem schwierigen Anfang fühlten wir uns am Ende richtig wohl.

Drei statt sechs Flaschen: Das hätte enttäuschend sein können. Tatsächlich machte es den Besuch unverwechselbar. Wir waren nicht einfach in einem Laden gewesen. Wir hatten geklingelt, übersetzt, gefragt, probiert – und einen kleinen Einblick in eine sehr persönliche Art des Weinmachens bekommen.

Kleine Betriebe besuchen heißt offen bleiben

Mein Tipp aus dieser Begegnung ist kein Geheimadressenkatalog. Es ist eher eine Haltung: sich Zeit nehmen, höflich nachfragen und akzeptieren, dass ein kleiner Betrieb nicht jede Erwartung erfüllen kann. Unsere spontane Begegnung garantiert weder Öffnungszeiten noch eine künftige Verkostung.

Für mich bleibt Montestefano ein Name, der jetzt mehr bedeutet als eine Lage auf einem Etikett. Er steht für einen Spaziergang, eine Hoftür und drei Flaschen, die wir mit großer Freude mitnahmen.

Weiterlesen: Unser Besuch bei Bergadano · Italiens Weinregionen

Quellen und Einordnung

Dieser Reisebericht verbindet Stefans persönliche Erinnerungen an Oktober 2026 mit ergänzend recherchierten Angaben. Geschmackseindrücke, Gespräche und damalige Einkäufe sind persönliche Erlebnisse, keine aktuellen Angebote oder Verfügbarkeitszusagen.

- enotecadelbarbaresco.it — regionales Produzentenporträt, keine offizielle Betriebswebsite
- Eigene, visuell geprüfte Reise- und Etikettfotos des Betreibers (30.10.2026).

Rebzeilen, Rosen und hügelige Weinlandschaft mit einem Ort am Horizont.
Eigene Aufnahme im Piemont
Etikett Barbaresco DOCG Montestefano 2022 von Rivella Serafino mit 14,5 % vol.
Eigenes Flaschenfoto: Rivella Serafino di Rivella Teobaldo, Montestefano 2022.

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